Erfolgreiche Pressearbeit im Insolvenzverfahren
Ein Kommunikationsinstrument für Insolvenzverwalter
Professionelle Pressearbeit ist heute ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Insolvenzverwaltung. Sie trägt dazu bei, Verfahren zu stabilisieren, Vertrauen bei Gläubigern und Mitarbeitern zu sichern und den Fortbestand des Unternehmens zu fördern.
Für Insolvenzverwalter ist eine strategisch geplante Öffentlichkeitsarbeit daher nicht Kür, sondern Pflicht – sie unterstützt unmittelbar den Sanierungserfolg und schützt zugleich die eigene Reputation.
1. Zielgerichtete Kommunikation als Erfolgsfaktor
Insolvenzverwalter, Restrukturierer und Sanierer stehen im Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit, Gläubigern, Geschäftsführung und Arbeitnehmern. Eine klare Kommunikationsstrategie hilft, dieses Spannungsfeld zu steuern.
Transparente Information: Frühzeitige, korrekte und abgestimmte Pressearbeit verhindert Spekulationen.
Glaubwürdigkeit und Vertrauen: Offene Kommunikation stärkt das Vertrauen in die Verwaltertätigkeit und in das Verfahren.
Vermeidung von Reputationsrisiken: Juristisch geprüfte und konsistente Aussagen schützen vor Fehlinterpretationen und öffentlichen Missverständnissen.
2. Timing und Struktur der Kommunikation
Für Insolvenzverwalter, Restrukturierer und Sanierer ist der richtige Zeitpunkt entscheidend.
Erstkommunikation nach Antragstellung: Eine abgestimmte Pressemitteilung innerhalb der ersten 24 Stunden schafft Klarheit für Öffentlichkeit und Belegschaft.
Begleitende Kommunikation: Bei wichtigen Prozessschritten – etwa Insolvenzeröffnung, Investorensuche oder Betriebsfortführung – sollten gezielte Informationen bereitgestellt werden.
Kontinuität statt Aktionismus: Ein geplanter Kommunikationsfahrplan vermittelt Professionalität und Verlässlichkeit.
3. Professionelle Pressemitteilungen nach klarer Struktur
Eine einheitlich aufgebaute Pressemitteilung erleichtert Journalisten und Gläubigern die Einordnung des Verfahrens.
Bewährt hat sich folgende Struktur:
- Unternehmensname und Rechtsform
- Angabe des zuständigen Amtsgerichts und Datum des Insolvenzantrags
- Benennung des vorläufigen Insolvenzverwalters und Kanzlei
- Hinweis auf Lohnfortzahlung über Insolvenzgeld
- Kurze Unternehmensbeschreibung (Branche, Standorte, Produkte)
- Mitarbeiterzahl
- Ursachen der Krise und Ausblick auf Sanierung oder Fortführung
Eine solche standardisierte Vorgehensweise zeigt Professionalität, erleichtert die Medienarbeit und sorgt für rechtssichere Kommunikation.
4. Kommunikation als Bestandteil der Verfahrensstrategie
Pressearbeit ist mehr als reine Informationspflicht – sie ist ein strategisches Instrument.
Stärkung der Verfahrensstabilität: Transparente Kommunikation beruhigt Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter.
Förderung der Fortführungsfähigkeit: Ein positives Medienbild unterstützt Investorenprozesse und Absatzsicherung.
Unterstützung der Gläubigerinteressen: Klarheit in der öffentlichen Darstellung stärkt das Vertrauen in das Verfahren und die Arbeit des Verwalters.
5. Kooperation mit Kommunikationsspezialisten
Gerade in komplexen Verfahren lohnt sich die Zusammenarbeit mit erfahrenen PR-Beratern für Sanierung und Insolvenz.
Juristisch abgestimmte Texte: Alle Inhalte werden rechtssicher auf Insolvenz- und Datenschutzrecht geprüft.
Zielgruppengerechte Ansprache: Unterschiedliche Formate für Presse, Mitarbeiterinformationen und Gläubigerkommunikation.
Strategische Beratung: Unterstützung bei Kommunikationsplanung, Medienanfragen und Krisenkommunikation.
Reputation und Wirkung nach außen
Auch für Insolvenzverwalter, Sanierungsexperten und Restrukturierer selbst ist professionelle Kommunikation ein Reputationsfaktor. Sie signalisiert Führungsstärke, Souveränität und Verantwortungsbewusstsein.
Ein geordnetes Kommunikationskonzept zeigt, dass das Verfahren aktiv gesteuert wird – nicht nur juristisch, sondern auch kommunikativ.